Zaubermärchen von Ernst Moritz Arndt – 21.11.2026 – 16:00 Uhr, Logenhaus Putbus , Circus 3

Das ERSTE BERLINER LESETHEATER hat tief im Märchenschatz von Ernst Moritz Arndt gegraben und spannende, anrührende, aber auch traurige Geschichten ans Licht geholt – jede voller Geheimnisse und Magie, geprägt von der rauen Schönheit der Ostseeinsel Rügen.

In Arndts Märchen für Erwachsene läuten silberne Glöckchen, singen böse Schlangen, fliegen schwarze Pudel und huschen bunte Mäuse. Doch sind das alles Tiere? Oder sind es womöglich verwunschene Kreaturen, gar verzauberte Prinzessinnen und Königssöhne?

Begeben Sie sich mit uns zum zweiten Mal auf eine zauberhafte Reise in eine Märchenwelt, wie es sie nur auf Rügen gibt!

Märchen, Gedichte und die Freiheitsgedanken von Ernst Moritz Arndt

Ein Kind auf Rügen – geboren zwischen Meer und Feld, inmitten von Wind, Salz und Weite. In den Stuben erklingen Märchen, draußen flüstern Wälder und Wellen.

Aus dieser Welt voll Sagen und Stimmen der Natur erwächst ein Dichter, der die Sprache sucht, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Ernst Moritz Arndts Worte liegen wie Wurzeln im Boden der Insel und ragen doch weit hinaus in eine Welt, die nach Wandel, nach Freiheit, nach Wissen und Verstehen verlangt.

Am 04. Oktober d.J., dem Folgetag zur Feier der deutschen Einheit, freuen wir uns auf einen Theaternachmittag mit Cerca Duo, bei dem Bild- und Videoprojektionen Traumräume eröffnen, die als poetische Collage Märchenbilder mit Zeitgeschichte verbindet.

Wir freuen uns auf Johannes Gärtner und Elke Zeh.

Eintritt: 15 €.

Auf zum Sommer-Picknick 2026

Wie jedes Jahr lädt die Arndt-Gesellschaft in den Garten des Geburtshauses von Ernst Moritz Arndt zum Sommer-Picknick ein.

Auch dieses Jahr wird das Picknick mit Musik untermalt. Wir freuen uns auf Akkordeon und Geige.

Bitte auch diesmal den gut gefüllten Korb, eine Decke und die passenden Stühle mitbringen.

Wir freuen uns auf gute Gespräche und einen fröhlichen Austausch zwischen Jung und Alt.

Seien Sie am letzten Sonntag des August herzlich willkommen!

Brisante Sicherheitslage im Ostseeraum – was folgt daraus für Rügen?

Mit dem besten Blick auf die Ostsee laden wir für Donnerstag, 20. August 2026, ab 17:00 Uhr auf die Seebrücke von Sellin zur Frage ein, wie es um die Sicherheitslage im Ostseeraum steht – dies angesichts der hybriden Angriffslage der russischen Führung und der dauernden Präsenz der russischen Schattenflotte.

Mit Dr. Jana Puglierin vom European Council on Foreign Relations, Ulrich Reineke als Flottillenadmiral für das Seekommando Mecklenburg-Vorpommern und Michael Teuber vom Technischen Hilfswerk referieren drei ausgewiesene Sicherheitsexperten. Pastorin Friederike Tauscher bringt die örtliche Sicht in die von Russland-Experte Dr. Dirk Emmerich geleitete Diskussion ein.
Die Veranstaltung wird getragen von der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung LV MV und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. – der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind unter https://t1p.de/eo70e möglich.

„Aufbruch zur Freiheit“ – ein Rückblick

Mit großer Freude blicken wir auf unsere Festveranstaltung zum 220. Jahrestag des Patents des schwedischen Königs zur Aufhebung der Leibeigenschaft in Schwedisch-Pommern zurück.  

Die bemerkenswerten Ausführungen unseres Festredners Prof. Dr. David von Mayenburg zum Zusammenhang zwischen dem Römischen Recht mit dessen fehlender Abgrenzung zwischen Personen und Sachen, seiner Hinführung zur Kant’schen Logik und seiner Einordnung des Denkens von Ernst Moritz Arndt als vehementem Streiter für Persönlichkeitsrechte waren das eine.

Unser Podium mit Dr. Gerd Albrecht, Dr. Konrad Ott, Moritz Puschmann und Prof. von Mayenburg kombiniert mit prägnanten Wortbeiträgen aus dem Publikum war darauf angelegt, unser heutiges, an Verantwortung geknüpftes Freiheitsverständnis zu reflektieren. Sehr spannend, wie dort auf einmal die Themen „Freiheit und Gehorsam“ sowie „Freiheit als Restposten in einem zunehmend per Vertragsdichte geregelten Alltag“ aufblitzten.

Wir wünschen nun einen guten Start in eine hoffentlich erholsame Sommerzeit!

Ihr Vorstand der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft e.V.

Ein Austausch von und mit den Rügener „Malweibern“

Jeder Mensch sieht die Welt anders – so entstehen Bilder im Kopf – und für Malerinnen und Maler auch auf der Leinwand.

Zu einem Austausch über diese Wahrnehmungen und Umsetzungen laden wir herzlich am Samstag, 27. Juni 2026, ab 16:00 Uhr in das Geburtshaus von Ernst Moritz Arndt in Groß Schoritz ein.

Natürlich werden an diesem Nachmittag viele Mal-Ergebnisse zu sehen sein – manche im Original, manche über den Beamer. Mit einer Kaffeetafel laden wir dazu ein, sich näher mit den Eindrücken zu beschäftigen, die sich mit den Bildern verbinden. Eine Lesung aus Arndts Schrift zur Waldordnung erinnert an seine Vorstellungen vom „Land der grünen Haine“.

Lernen vom Ende der Leibeigenschaft

In wenigen Wochen jährt sich zum 220. mal der Tag, an dem für Schwedisch-Pommern – und damit auch für Rügen bis nach Greifswald und nach Barth – der schwedische König das Edikt zur Beendigung der Leibeigenschaft erließ. Dessen Urheber war Ernst Moritz Arndt mit seiner Schrift zur Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und auf Rügen.

Am Samstag, 16. Mai 2026 begrüßen wir ab 16:00 Uhr den Leiter der Hinterlandbühne Boris Hruschka im Arndt-Haus in Groß Schoritz mit einer Lesung in kurzen Auszügen aus diesem Werk von Arndt. Doch nicht nur das – es geht immer auch um die Bezüge zum Hier und Heute. Was besagt ein „Aufbruch zur Freiheit“? Mit wieviel Eigenverantwortung geht dies einher? Ist „Zuversicht“ das richtige Wort, um heutiges politisches Bemühen als positiven Beitrag zum eigenen Leben anzuerkennen?

Urteile und Vorurteile – das Arndt-Phänomen

Das publizistische Wirken von Ernst Moritz Arndt umfasst mehrere tausend Seiten – Schriften, Abhand-lungen, Flugblatt-Texte, Lieder und viele, viele Briefe. Genug Stoff also, um Zitate zu finden, die eigenes Handeln legitimieren oder de-legitimie-ren, die Zustimmung oder Skandale auslösen.

Prof. Dr. Reinhard Bach lässt uns an einer Zeitreise teilnehmen. Denn je nachdem, welcher politische Wind gerade weht(e), wurden Arndts Worte anders gewichtet. Das erschwert auch heute, sich ein abgewogenes Urteil zu bilden. Was war dem historischen Kontext geschuldet? Was hat bleibenden Wert? Lassen wir uns von den Ein-schätzungen eines ausgewiesen-en Arndt-Experten überraschen.

An der Grenzlinie zwischen Erklärung und Vertiefung

Aktuell gibt es bei der Arndt-Gesellschaft eine nachösterliche Denkpause. Die Frage steht an zu beantworten, ob der Schwerpunkt weiterhin auf den „Themen“ von Ernst Moritz Arndt oder auf seinen nicht immer leicht verständlichen und auch oft nicht einfach einzuordnenden „Schriften“ liegen sollte.

Was hilft am besten in diesen Zeiten, um das demokratische Selbstbewusstsein zu stärken – die Exegese schwieriger Texte oder der bereitwillige Umgang mit den Herausforderungen dieser Tage?