Aktuelle Resonanz

 

Hagen Schulze, Die Deutschen und ihre Nation. Abschied von einem widerspruchslosen Geschichtsbild [Zeit Online]
Bonn, 23. Februar 1972: Erste Lesung der Ostverträge mit Polen und der Sowjetunion im Deutschen Bundestag. Die Wogen der Emotionen gehen hoch; im Kern stehen nicht Austausch von Botschaftern, Herstellung üblicher völkerrechtlicher Beziehungen, „Normalisierung“ zur Debatte, sondern die Zukunft Deutschlands in Europa.

Steffen Eggebrecht und Christoph Titz, Ernst-Moritz-Arndt-Universität: Greifswalder Namensstreit [Spiegel online]
Deutscher Vordenker und Judenhasser: Ernst Moritz Arndt ist der umstrittene Namenspate der Uni Greifswald. Die Studenteninitiative "Uni ohne Arndt" will das ändern. Mehr als tausend Kommilitonen schlossen sich ihr an. Entscheiden kann nur der Senat - und der setzte erst mal eine Prüfung an.

Jochen Leffers, Deutsche Uni-Identitäten: Dramen um Namen [Spiegel online]
Die Hochschulen in Deutschland geben sich meist nüchterne Namen oder greifen auf historische Traditionen zurück - auch auf fragwürdige. Das führte an einigen Unis zu hitzigen Debatten, und mitunter meldete sich die studentische Spaßguerilla energisch zu Wort.

Torsten Harmsen, Karl Marx oder Jim Knopf [Berliner Zeitung]
An der Universität Trier laufen jetzt Studenten mit T-Shirts umher, die den Schriftzug "Karl-Marx-Universität Trier" tragen. Das Studentenparlament beschloss vor einigen Monaten, die Universität umzubenennen, was von der Uni-Leitung ignoriert wird, weil ja ohnehin das Land dafür zuständig sei.

Jörg Schmidt, Fataler Patron. [Zeit Online]
Noch immer tragen deutsche Schulen, Kasernen und eine Universität den Namen des völkischen Ideologen und Antisemiten Ernst Moritz Arndt.

Benedikt Erenz, Die Uni und der Hassprediger [Zeit Online]
Brauchen Universitäten einen Namen? Einen Paten, einen Patron? Einige der berühmtesten Hochschulen der Welt heißen einfach nach dem Ort, an dem sie zu Hause sind: Padua, Salamanca, Cambridge. Oder Leipzig, die Universität, die gerade ihren 600. Geburtstag feiert: Sie hat den Namen Karl Marx, der ihr 1953 aufgenötigt wurde, dankend wieder abgelegt. Andere ehren allenfalls Stifter, Gönner und Gründer: die Sorbonne in Paris, Heidelbergs Ruperto Carola, Harvard, Yale oder die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg.

Thomas Stamm Kuhlmann, Welche wissenschaftlichen – (zum Beispiel historische, literatur-, politik-, kirchen- und gesellschaftsgeschichtliche) Gesichtspunkte sprechen für oder gegen die Beibehaltung des Namens Ernst Moritz Arndt für die Universität Greifswald?
[Wissenschaftliche Anhörung der Senatskommission am 11. Dezember 2009]

Hubertus Buchstein, Schriftliche Zusammenfassung der Darstellungen von Arndt in den einschlägigen politikwissenschaftlichen Lexika und Handbücher.
[Wissenschaftliche Anhörung der Senatskommission am 11. Dezember 2009]

Reinhard Bach, Defizite der Forschung.
[Wissenschaftliche Anhörung der Senatskommission am 11. Dezember 2009]

Reinhart Staats, Erklärung zum Namen „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“ Greifswald.
[Wissenschaftliche Anhörung der Senatskommission am 11. Dezember 2009]

Irmfried Garbe, Arndt als Greifswalder Unipatron.
[Wissenschaftliche Anhörung der Senatskommission am 11. Dezember 2009]

Karl-Ewald Tietz, Für die Beibehaltung des Namens Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
[Wissenschaftliche Anhörung der Senatskommission am 11. Dezember 2009]

Mariacarla Gadebusch Bondio, Walter Baumgartner u. Kyra Inachin, Thesen für die Ablegung des Namens, Dezember 2009, Januar 2010.

Uni ohne Arndt (Internetseite der Kampagne für die Umbenennung der Universität Greifswald)

Arndt AG Greifswald (Internetseite der Kampagne für die Beibehaltung des Namens Arndt-Universität Greifswald)

Benedikt Erenz, Görings Unterschrift [Zeit Online]
Greifswalds Studenten stimmen ab, ob ihre Uni den Namen des Rassisten Arndt behalten soll. Ein Interview mit dem Sprecher der Initiative "Uni ohne Arndt".

Benedikt Erenz, Uni Greifswald mit Arndt [Zeit Online]
Knappe Entscheidung: Die studentische Initiative gegen den umstrittenen Namen der Uni Greifswald konnte sich in der Urabstimmung nicht durchsetzen.

Torsten Harmsen, Der Hass des Ernst Moritz Arndt [Berliner Zeitung]
Ernst Moritz Arndt - ein großer Deutscher, Patriot, Dichter der Befreiungskriege gegen Napoleon, Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung von 1848. So hat man es in der Schule gelernt.

Steffen Eggebrecht, Greifswalder Namensstreit: Jetzt wird's Ernst. [Spiegel online]
Für manche ist er ein Regionalheiliger, für andere ein Judenhasser und Franzosenfresser: Ernst Moritz Arndt, Literat und bisher Namenspatron der Greifswalder Uni. Eine Studenteninitiative will Arndt loswerden, hat aber eine derbe Schlappe erlitten - eine knappe Mehrheit votierte pro Arndt.

Arno Herzig, Brandstifter im Biedermeier [Zeit Online]
Wie man in Minden und andernorts den Hass auf die Juden schürte – und die Epoche zur Ursprungszeit des modernen Antisemitismus in Deutschland wurde.

Nicole Kiesewetter, Demagoge oder Demokrat? Vor 150 Jahren starb Ernst Moritz Arndt [Mindener Tageblatt]
Demokrat oder Nationalist, Patriot oder Antisemit? Pünktlich zum 150. Todestag von Ernst Moritz Arndt am heutigen Freitag diskutierten die deutschen Feuilletons in den vergangenen Wochen die Frage, wie Leben und Werk des Historikers und Schriftstellers zu bewerten seien.

Rolf Hosfeld im Gespräch mit Stephan Karkowsky, Zweifelhafter Namenspatron [Deutschlandradio Kultur]
Der Literaturhistoriker Rolf Hosfeld bedauert, dass die Universität Greifswald weiterhin nach Ernst Moritz Arndt benannt wird. Er hätte es begrüßt, "der Universität einen neutralen Namen zu geben", so Hosfeld. Arndt sei als Antisemit von den Nazis vereinnahmt worden.

Matthias Kamann, Ein Name voller Schall und Rauch [Welt am Sonntag]
In Greifswald wird erbittert gestritten, ob die Universität weiter nach dem Dichter und Publizisten Ernst Moritz Arndt benannt sein soll. Ein Besuch zu Arndts 150. Todestag.

Ade, Arndt [Spiegel online]
Es war ein langer und riskanter Kampf, den einige Studenten und Professoren der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald gegen den Namen ihrer Hochschule geführt haben - und jetzt deutet vieles darauf hin, dass sie ihn gewinnen werden.

Alexander Köcher, Der kernlose Mythos Ernst Moritz Arndt [Fleischervorstadt-Blog]
Ernst Moritz Arndt war ein antisemitischer Hetzer, Franzosenhasser und völkischer Nationalist, sagen die einen. Ernst Moritz Arndt war ein standhafter Vorkämpfer gegen Unterdrückung und für Demokratie und Freiheit, sagen die anderen.

Götz Aly, Freiheitsfreund und Judenfeind [Berliner Zeitung]
Von kleineren Irritationen abgesehen lebten wir bis zur Stunde recht auskömmlich mit unserem demokratisch-militanten Nationaldichter Ernst Moritz Arndt (1769-1860). Damit wird morgen Schluss gemacht, und zwar um 14 Uhr. Dann ist es vorbei mit der scheinbaren Harmlosigkeit dutzender Arndt-Schulen und -Straßen.

Uni-Senat entscheidet sich für Arndt [Greifswald TV]
Seit langem schon ist die Debatte um Ernst Moritz Arndt in der Greifswalder Öffentlichkeit ein Thema. Einen zumindest formalen, vorübergehenden Schlussstrich bildete am Mittwoch, dem 17. März 2010 die Abstimmung des Senats. Darin fiel die Entscheidung, die Universität nicht umzubenennen.

Senatsabstimmung: Ernst Moritz Arndt [Moritz TV]
Am 17. März fand die lang erwartete Abstimmung über die Ablegung des Namenspatrons der Universität Greifswald statt. Wie sie ausgegangen ist und was der Senat und Interessierte darüber denken.

Christian Bommarius, Greifswalder Ratzefummel [Berliner Zeitung]
Die Antwort, die in den vergangenen Monaten an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald qualvoll gesucht worden ist, wurde jüngst in München en passant gefunden.

Der Uni-Streit um Ernst Moritz Arndt Teil 1, Teil 2 [Greifswald TV]
Die Debatte übder den Namenspatron Ernst Moritz Arndt der Universität Greifswald hat am 17. März mit der Senatsentscheidung pro Arndt ein vorläufiges Ende gefunden. Greifswald TV schaut noch einmal auf die Geschehnisse der vergangenen Monate, kommentiert von webmoritz-Chefredakteur Carsten Schönebeck.

Johann Osel, Patriot und Antisemit [Süddeutsche Zeitung]
Die Universität Greifswald stimmt über ihren Namenspatron Ernst Moritz Arndt ab. Soll die Hochschule weiter nach einem nationalistischen Politiker heißen?

Christia Staas, Einheit durch Reinheit [Zeit Online]
Noch immer werden deutsche Frühnationalisten wie Ernst Moritz Arndt als aufrechte Patrioten verehrt. Dabei nehmen ihre Schriften schon in vielem die rassistisch-völkische NS-Ideologie vorweg.

Volker Ullrich im Interview mit Heinrich August Winkler, Deutschlands sonderbarer Weg [Zeit Online]
Der Historiker Heinrich August Winkler über die Deutschen und ihr Verhältnis zur Nation, über die autoritäre Deformation des Bürgertums im 19. Jahrhundert und die Spätfolgen des aufgeklärten Absolutismus.

Andreas Mix, Antisemitismus: Der Neid der Ahnherrenrasse [Berliner Zeitung]
Götz Aly will in seinem neuen Buch "die Frage aller Fragen" beantworten: Wieso ermordeten Deutsche sechs Millionen Juden? Doch sein Erklärungsansatz ist ebenso plakativ wie kurzatmig.

Laure-Anne Weinberg, Arndt revisited. Über Urgreifswalder, Bauernbefreier und Kulturbolschewisten [Fleischervorstadt-Blog]
Vor kurzem hat das Sommersemester begonnen und die Universitätsstadt Greifswald füllt sich langsam wieder mit Leben und jungen Studierenden. Gefüllt mit Erwartungen und neuen Eindrücken, erkunden die Neuankömmlinge ihre Hochschule und ihren Studienort. Nichts ahnen sie von der kräftezehrenden Debatte, die vor fast genau zwei Jahren ein unrühmliches Ende nahm, nachdem sie zuvor die Studierendenschaft bewegte, entzweite und entnervte.

Christian Thomas, Tödliches Sendungsbewusstsein [Berliner Zeitung]
28. März 1813: Der Aufruf zum „Heiligen Krieg“ gegen Napoleon hatte fatale Folgen für die deutsche Nationenbildung. Das alte Berlin, im Frühjahr 1813 in Aufruhr, erlebte die Stunden der revanchistischen Empfindung: „Warte Bonaparte; Warte nur, warte Napoleon, Warte, warte, wir kriegen dich schon.“

Götz Aly, Kolumne: Politisch motivierte Morde [Berliner Zeitung]
Die Morde des NSU folgen der selben Selbstlegitimation wie alle Gewaltakte mit ideologischem Motiv: Totschlag und Terrorismus sind in den Augen der Täter erlaubt, um eine bessere Welt zu schaffen. Im NSU-Prozess geht es daher nicht nur um dessen Verbrechen, sondern auch um den politischen Terror als solchen.

Götz Aly, Kolumne zur Völkerschlacht: Zweihundert Jahre Völkerschlacht IV [Berliner Zeitung]
Wer darüber nachdenkt, warum Deutsche während des Zweiten Weltkriegs in Polen derart mörderisch hausten, sollte die in der Paulskirche von deutschen Demokraten begangene Ursünde nicht vergessen.

Joachim Käppner, Wie auf dem Wiener Kongress die Freiheit verraten wurde [Süddeutsche Zeitung]
Um Napoleon zu besiegen, brauchten die Fürstenhäuser, was sie am meisten fürchteten: das Volk. Doch als sie sich daran machten, Europa neu zu ordnen, wollten sie von Einheit und Freiheit nichts mehr wissen.