Veranstaltungen 2018

 

17. Februar 2018 – 15.00 Uhr
"Ich will den Haß!"
Der Turmbau zu Babel und der Volkshass
Christian Ohm & Dr. Sven Wichert
1813 veröffentliche Arndt seine Schrift „Ueber den Volkshaß und den Gebrauch einer fremden Sprache“. Wer hier lediglich ein sentimentgeladenes Pamphlet erwartet, liegt falsch. Die zeitgenössische Kritik war durchweg positiv,  fand den Text lediglich zu wortreich. Arndt legte systematisch seine Argumente vor, die auf seiner Auslegung des Turmbaus zu Babel basieren. Dr. Wichert stellt Arndts Schrift vor, während Pastor Ohm den theologischen und kulturhistorischen Hintergrund der biblischen Turmbauerzählung erläutert.

10. März 2018 – 15.00 Uhr
Robben im Greifswalder Bodden
Florian Hoffmann
Die Kegelrobbe hat es nicht leicht. Gab es einst über 100.000 Exemplare, wurde die Kegelrobbe in der südlichen Ostsee erst durch gezielte Bejagung nahezu ausgerottet, und dann durch giftige Abwässer weiter dezimiert. Inzwischen haben sich die Bestände erholt, eroberte sich die Robbe vom Norden kommend auch den Greifswalder Bodden. Naturschützer und Touristiker frohlockten, die Fischer waren skeptisch. Das große Robben-Sterben Ende 2017 hat nicht nur den Bestand halbiert, sondern auch böse Verdächtigungen ins Kraut schießen lassen.

21. April 2018 – 15.00 Uhr
Der deutsche Wald, Spezialfall Jasmund
Dr. Ingolf Stodian
Das Verhältnis der Deutschen zum Wald ist ein spezielles. In unerschütterlicher Regelmäßigkeit ist in der Zeitung ein Foto mit mindestens einem betroffen dreinschauenden Zeitgenossen vor mindestens einem Baumstumpf zu sehen. Der dazugehörige Text versammelt dann Begriffe wie "Kahlschlag", "entsetzt", "Skandal", "Verlust", "unwiederbringlich" usw. Fachleute ringen wegen solcher Skandalisierungen um Atem. Beim Wald, so scheint es, kennt der Deutsche kein Pardon. Offensichtlich besteht Gesprächsbedarf.

12. Mai 2018 Mitgliederversammlung
Mitgliederversammlung
                        – 15.00 Uhr - öffentliche Veranstaltung
Sachsen gegen Slaven – Ein Klostertatort
Gabriele Pitzke & Dr. Sven Wichert
Das Kloster Doberan erlebte vor 700 Jahren eine außergewöhnliche Serie von Gewaltexzessen. 50 Jahre lang hielten sie das Kloster in Atem, die Auswirkungen waren auch im Kloster auf Hiddensee zu spüren, selbst Rom war eingebunden. In einer überlieferten Anklageschrift wird der Konflikt als Auseinandersetzung zwischen Sachsen und Slaven dargestellt. Die szenische Lesung macht deutlich, dass das Mittelalter ganz aktuell sein kann.