Veranstaltungen 2015

 

10. Januar 2015
Von Großsteingräbern und Trichterbechern - Die ersten Bauern
Dr. Katrin Staude
Die ersten Bauern Rügens haben mit ihren Großsteingräbern unübersehbare Spuren hinterlassen. Vieles liegt aber noch im Dunkeln und ist nur durch geduldige Forschung aufzuhellen. Dr. Staude hat sich intensiv mit der sogenannten Trichterbecherkultur befasst und ist eine anerkannte Expertin auf diesem Gebiet.

21. Februar 2015
Das Naturschutzgebiet Vorpommersche Boddenlandschaft
Dr. Ingolf Stodian
Die Boddenlandschaft gehört, zusammen mit Rügen und Dresden, zum Tafelsilber der deutschen Einheit. In den Wendezeiten wurden durch Succow, Knapp, Jeschke und Freude unter tatkräftiger Hilfe des damaligen Umweltministers Töpfer die neuen Naturparks geschaffen. Das war ein Glücksfall für unsere Heimat. Wie dieses Erbe bewahren? Mit verträumten Blicken auf eine romantische Landschaft alleine ist das nicht getan. Hier ist ein Konzept wichtig, damit man weiß, wohin die Reise gehen soll. Und dabei fallen dann schonmal so unromantische Begriffe wie „Ausdeichung“ und „Küstenüberflutungsmoor“. Dr. Stodian kann Auskunft geben.

28. Februar 2015, ab 14 Uhr
Arbeit im Park
Der Park braucht ein wenig Pflege und die Bäume vertragen einen leichten Schnitt.
Wir wollen den Park aufräumen und die alten Äste mit einem Anhänger zum Osterfeuer-Platz bringen.

14. März 2015
Vom Tagelöhner zum preußischen Schullehrer
Almuth Mittelbach
In Schönschrift reicht der provisorisch angestellte Lehrer Jacobs 1862 mit einem Antrag an die Schulbehörde seinen ganz ausführlichen Lebenslauf ein. Wir blicken auf den nicht gewöhnlichen Lebensweg eines in die Zeitenwende vor genau 200 Jahren hinein geborenen Tagelöhner-Jungen aus Nistelitz. Wir erleben, wie er als junger Erwachsener ererbte Glaubenstraditionen gründlich abschüttelt und später nur durch erneute religiöse Orientierung wieder auf die Bahn kommt - und warum er dazu sonntags nach der Kirche in Zirkow noch bis zum Pastor nach Garz tippelt. Dort beginnt damals ein später weit über Rügen hinaus bekannter Pfarrer sein Lebenswerk, heute ist sein Name leider fast vergessen. Warum eigentlich?

04. April 2015
Frühmittelalterliche Häfen an der Ostseeküste
Dr. Sebastian Messal
Stralsund Greifswald, Rostock und Wismar sind jedem als Hansestädte ein Begriff, bei Ralswiek und Menzlin sind die Kenntnisse schon dünner, Groß Strömkendorf werden viele gar nicht kennen. Die frühen Handelsplätze liegen zwischen Lübeck und Danzig aufgereiht wie auf einer Perlenschnur entlang der südlichen Ostseeküste und bilden seit dem 8. Jahrhundert die Basis für den Austausch zwischen dem fränkischen Reich im Westen, Skandinavien im Norden und den slawischen bzw. baltischen Stammesgebieten im Osten.
Die Archäologen sind sich sicher, dass sie noch lange nicht alle Geheimnisse dieser frühen Handelsplätze entdeckt haben. An einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt war Dr. Messal nicht nur dabei, sondern mittendrin.

25. April 2015
Orchideen - Ein Traum
Manfred Kutscher
Ist das nicht schaurig schön? In Europa gibt es rund 250 Orchideenarten, 26 davon auf Rügen. Damit gehört die Insel zu den artenreichsten Gebieten in Norddeutschland. Die Kreide macht es möglich. Trotzdem sind sie auch bei uns sehr selten. Warum ist das so? Und: Duften Orchideen überhaupt, oder hat Rilke recht? Ein Nachmittag mit Manfred Kutscher.

25. Juli 2015
Das entschwundene Land
Petra Hinze & Claudia Hein
Astrid Lindgre schrieb eine Geschichte über Vater und Mutter, Zucht und Gottesfurcht und Abenteuer der Kindheit, die man heute entweder gar nicht mehr erlauben würde, oder nur angeschnallt und von einem Sturzhelm beschützt: „Wir krochen quer durch riesige Sägemehlhaufen, lebensgefährliche, unterirdische Gänge entlang, und wir schwammen im Fluß, lange bevor wir überhaupt schwimmen konnten.“ Mehr davon liest die Schauspielerin Petra Hinze, und Claudia Hein spielt dazu Gitarre.

23. August 2015
Sommerkonzert in Groß Schoritz
Eleonore Uth-Lengwinat & Bettina Bergmann
Auch der kommende Sonntag wird ein heiterer, warmer Sommertag, also die besten Voraussetzungen für ein Sommerkonzert in Groß Schoritz. Die beiden Musikerinnen Eleonore Uth-Lengwinat (Gitarre) und Bettina Bergmann (Querflöte) aus Berlin präsentieren Kompositionen von Claude Debussy und Bela Bartók, von John William Duarte, Mario Castelnuovo-Tedesco sowie Astor Piazzolla.  Damit geben sie uns einen musikalischen Querschnitt des 20. Jahrhunderts und führen uns geographisch nach Frankreich, Großbritannien und Südamerika. Und wenn das Konzert beendet ist, beginnt für jeden beschwingt der eigene herrliche Sommernachtstraum.

28.-29. August 2015
Arndt-Markt
Wir laden Sie ein, an unserem Sommermarkt in Groß Schoritz teilzunehmen. Ausgestellt werden Gartenaccessories, Pflanzen, Kunst, Design, Handwerk und Bioprodukte. Genießen Sie die warmen Sonnenstrahlen bei einer Tasse Kaffee oder Tee in unserem Kaffegarten und erfreuen Sie sich am Marktgeschehen.

26. September 2015
Rügener Mythen, Geschichten und Räume & Kunst offen
Mit einer Märchenlesung von Regina Zeitz und Silke Tolk öffnet die Ausstellung mit Malerei & Grafik, Objekten & Installationen sowie Schmuck & Emaile. Gezeigt werden Arbeiten von Gudrun Arnold (Saßnitz), Walter G. Goes (Bergen), Jorinde Gustavs (Stralsund), Anneliese Hoge (Bergen), Silke Tolk (Silmenitz) und Klaus Dieter Urban (Merseburg).

10. Oktober 2015
Spieglein, Spieglein an der Wand
Hanna Höhn
Uns allen sind die Märchenfiguren seit frühen Kindertagen vertraut. Die Bilder von Prinzessinnen, Prinzen, Drachen, dunklem Wald, guten und bösen Geistern haben uns begleitet und sind uns bis heute präsent. Und wir finden diese Konstellationen immer wieder, von Star Wars bis zum König der Löwen, in Indien und bei den Indianern, in der Antike und heute. Hat das vielleicht mit dem „Menschen an sich“ zu tun? So sind wir bei Hanna Höhn eingeladen, dem nachzuspüren und manches neu zu entdecken.

31. Oktober 2015
Fährmann, hol’ über!
Lothar Dols
Fährt man über die neue Rügenbrücke auf die Insel, schaut man meistens nach links, nach Altefähr. Über diesen Ort wurde und wird auch aktuell noch viel geschrieben. Lothar Dols möchte aber unseren Blick nach rechts lenken, auf ein unscheinbares Haus, in dem sich heute eine beliebte Ausflugsgaststätte befindet: Die Grahler Fähre. Das Segel-Handbuch für die Ostsee von 1893 (S. 125) schildert die nautische Situation wie folgt: „Eine hohe weiße Bake auf Rügen, zwischen Altefähr und Klein Bandelwitz mit dreieckigem Toppzeichen und ein weißes Lotsenschild am Rügener Ufer bei Grahler Fähre bezeichnen in Deckung die westlichste Grenze des Fahrwassers zwischen Drigge und dem Dänholm.“ Das klingt nicht nur kompliziert, sondern war es scheinbar auch. Schon 1772 interessierten sich die Stralsunder Kammerherren für die Ursachen der häufigen Schiffsunglücksfälle bei der Grahler Fähre. Und wir interessieren uns für die Geschichte dieses verwunschenen Ortes.

12. November 2015
Der Kriegsinvalidenaustausch 1915-18
Almuth Mittelbach & Hans-Dieter Hoffmüller
1. Weltkrieg: Millionen Soldaten im Feld, vergraben sich, beschießen sich, stürmen, fliehen, fallen, werden verwundet, gefangen. Immer neuer Nachschub rollt auf allen verfügbaren Gleisen an die unterschiedlichsten Fronten. Was passierte mit den verwundeten Gefangenen? Der deutsch-schwedische Verein „100 Jahre Königslinie Sassnitz-Trelleborg“ hat sich mit diesem Thema intensiv beschäftigt. Denn über Sassnitz und Trelleborg wurden 63.000 invalide Kriegsgefangene, darunter Russen, Türken, Österreicher, Ungarn und Deutsche, verschifft und dann in ihre Heimat gebracht. Ein Nachmittag mit Almuth Mittelbach und Hans-Dieter Hoffmüller.